Synchron-Kontakte im Hypernetz
Geschichten zwischen Diesseits und Jenseits
© Dr. Ernst Senkowski 1998
  zum Inhaltsverzeichnis 


TEIL 1 - Die Geschichte der Transkommunikation     als Hörtext

7  Mediale Voraussagen technischer Transkontakte

Seit der Jahrhundertwende versuchten einige Experimentatoren in verschiedenen Ländern unabhängig voneinander, die lebend geglaubten Toten mittels der kurz zuvor entdeckten elektromagnetischen Wellen zu erreichen. Die meisten dieser Untersuchungen waren durch mediale Mitteilungen angeregt worden. Eine entsprechende Aussage findet sich beispielsweise 1894 in den Werken Spaldings, wo es heißt:

'Euer Volk (die Amerikaner) geht voran und wird eine Entdeckung machen, welche die Stimmen derer reproduziert, die dahingegangen sind, so genau, als sie heute die Stimmen der Lebenden reproduziert, ja sogar deutlicher.'

Die Amerikaner Meek und Buchinger haben eine Fülle von Voraussagen einer bevorstehenden technischen Jenseitskommunikation zusammengestellt. Besonders hervorzuheben sind zwei mediale Durchgaben aus den Jahren 1920 und 1924, die Carl Wickland in seinem Buch '30 Jahre unter den Toten' zitiert :

'Bald wird die Zeit kommen, auf welche wir alle schon hinarbeiten, wo man auf Erden ein Instrument erfinden wird, durch welches alle, die es wünschen, die großen Meister in der geistigen Welt werden hören können. Noch nicht gleich, aber bald, rechtzeitig. - Später werden noch Instrumente erfunden werden, durch welche die Geister werden sprechen können.'

Bradley schrieb 1926:

'Eine neue eindrucksvolle Form drahtloser Kommunikation mit den Geistern in ihren wirklichen Stimmen könnte noch in diesem Jahrhundert so einfach wie das Telefon oder Radio werden.'

Dank der Freundlichkeit des Conte Mancini, Fermo, erhielt der Verfasser Einsicht in die Originalmitschrift einer medialen Durchgabe, die 1934 von der Mutter des Conte in einer Sitzung in Mailand angefertigt wurde und wesentliche Momente der späteren Entwicklung andeutet.

Der unbekannte Kommunikator beginnt mit dem Gruß eines Wissenschaftlers vom Turm, der von einer geheimnisvollen und überwältigenden Sammlung von Entdeckungen spricht, die die irdischen Menschen eines Tages werden erkennen können. Dazu gehört

'eine neue Theorie des Elektromagnetismus und der Empfang der Gedanken der Verstorbenen, die immer um euch sind. Sie haben nicht immer die Möglichkeit, so wie zu Lebzeiten zu sprechen, aber sie haben immer die Möglichkeit, zu denken. Ihre Sprache besteht aus Gedanken. -

Eine neue Erfindung wird den großen Zweifel, die große Furcht vor dem Ende, aus dem Plan löschen und eine große Revolution auf dem Gebiet der Religion auslösen, die aus Zweifeln und Furcht besteht. Der neue Glaube, der an das Gewissen der Menschen appelliert, wird nicht die Kutte und die Stola des Priesters sehen, sondern nur das Wort desjenigen, der Verbindung mit dem 'wiedergekommenen' Gott hat. -

Das Werk muß aber langsam voranschreiten, das Eindringen muß vorsichtig erfolgen. Es wird geschehen, wenn die Brüder, die die Gehirne der Menschen wie Ton formen, ihnen diese wissenschaftlichen Vorstellungen werden zutragen und erklären dürfen'.

Nach allen Erfahrungen sind die Zeitangaben jenseitiger Kommunikatoren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Vermutlich vermögen sie gewisse Entwicklungstendenzen nebelhaft wahrzunehmen. je näher in der Zukunft, umso genauer.

Aber das Eintreten bestimmter Ereignisse unterliegt innerhalb des Gesamtsystems einer Fülle unvorhersehbarer Einflüsse, und die Vorhersagen bleiben im Bereich von mathematisch nicht faßbaren Wahrscheinlichkeiten. Darüberhinaus scheint die präzise Einordnung in unseren linearen Zeitablauf erhebliche Schwierigkeiten zu bereiten.

Die Einschränkungen gelten vergleichsweise auch für die Voraussagen irdischer Hellseher/innen. In allen Fällen ist davor zu warnen, sich abhängig zu machen. Die Psychologen kennen die negativen Auswirkungen des Erfüllungszwangs, und in den Transmitteilungen wird darüberhinaus behauptet, unsere hochgespannten emotionalen Erwartungshaltungen seien grundsätzlich geeignet, die Realisierungswahrscheinlichkeiten von Ereignissen zu beeinflussen.

  zum Seitenanfang 

Eine deutliche Voraussage der instrumentellen Transkommunikation und allgemeinerer Entwicklungen verdanken wir dem Medium Alice A. Baley während des 2.Weltkrieges 1944.

'Was das Radio als ein Mittel zur Verbindung mit der 'Geisterwelt' betrifft, so sind die gegenwärtig verwendeten elektrischen Geräte in ihrer Schwingungstätigkeit zu langsam, (wenn ich einen so unwissenschaftlichen Ausdruck verwenden darf), um dafür geeignet zu sein; wenn astral eingekleidete 'Geister' sich dem Gerät nähern, so üben sie gelegentlich eine ruinierende Wirkung aus.

Dennoch wird der erste, auf der physischen Ebene sichtbare und hörbare Beweis für ein Dasein nach dem Tode über das Radio kommen, weil der Ton immer dem Sehen vorausgeht. - Gegen Ende dieses Jahrhunderts ... werden Entdeckungen gemacht werden, die einige bisher unbekannte Wirkkräfte erschließen werden.

Ich weiß kein anderes Wort, das ich für diese elektrischen Strahlen verwenden könnte, die sich bemerkbar machen und zu Möglichkeiten führen werden, die noch weit über die Träume der heutigen Forscher hinausgehen.

Die Wissenschaft von der Elektrizität wird im nächsten Jahrhundert von der heutigen ebenso verschieden sein wie die modernen Anwendungsmethoden der Elektrizität von den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Viktorianischen Ära.'

Gegenwärtig ist nicht klar, ob hier die einstweilen hypothetischen skalaren Felder gemeint sind. Ihre Entdeckung wird dem Erfinder Nikola Tesla zugeschrieben, nach dessen Überzeugung sie den bekannten elektromagnetischen Wellen übergeordnet sind, die nach ihrem Entdecker auch als Hertzsche Wellen bezeichnet werden.

Die Auswahl von Voraussagen einer technischen Kommunikation sei mit einer Äußerung der medialen Ehefrau des Wiener Dipl.-Ingenieurs Hans Malik abgeschlossen, (1963). Danach

'gibt es im Jenseits in dortigen astralen Laboratorien ausgesuchte Geister, die an technischen Geräten arbeiten, mit deren Hilfe Geister direkt mit dem Diesseits sprechen können, ohne die Hilfe eines Mediums. Es werde sich um eine Sender-Empfänger-Kombination handeln.

Später werde man die Geister auf Bildschirmen sehen können, sie werden über ihre Erfahrungen im Jenseits sprechen und die Menschen aufklären oder warnen'.

Einstein erklärt dazu mit leicht humoristischer Note über V. Delavre am 27.7.96:

'Wenn Du Dir eine unsichtbare Puppenstube vorstellst, in der unsichtbare Menschen an unsichtbaren Sendern sitzen und Mitteilungen an euch herstellen, so hast Du eine, wenn auch brüchige Analogie zu unseren Kontakten gefunden.

Es ist dabei zunächst gleichgültig, ob das Empfangsorgan ein Gehirn oder eine elektronische Maschine ist, obwohl euch Letzteres viel mehr beeindruckt. Es ist auch mir zu meiner Daseinsphase auf der Erde nicht möglich gewesen, mir dimensionslose Räume vorzustellen, obwohl ich dem Ziel vielleicht etwas näher gekommen bin, als die meisten von euch. Allein schon daran scheitert jeder Versuch von unserer Seite, euch den tatsächlichen interdimensionalen Translationsmechanismus wirklich sinnlich verständlich nahezubringen.'

Man mag fragen, warum denn die rein mediale Kommunikation überhaupt durch technische Geräte erweitert oder ersetzt werden sollte. Ohne Zweifel ist die zeitweilige Übernahme oder Steuerung eines Teiles der Psyche eines Mediums durch ein Transwesen, die auch als mehr oder weniger bewußt zugelassene 'Besessenheit' beschrieben werden kann, ein nicht ungefährlicher Eingriff.

Einige Jenseitige haben versucht, ihre Kommunikationsschwierigkeiten zu verdeutlichen:

Pelham durch das Medium Piper: 'Ich bin genauso intelligent, wie ich je war, aber die Schwierigkeiten, mit euch zu kommunizieren, sind groß.'

Stead: 'Wenn ich jetzt selbst die außerordentlichen Schwierigkeiten sehe, von dieser Seite aus Botschaften durchzubringen, wundere ich mich nicht darüber, daß wir während all unserer Forschungen so wenig (Information) erhalten haben sondern so viel. Denn Ihr seid es, eure Bedingungen, die die Barriere errichten.'

Myers durch das Medium Willet: 'Das Ähnlichste, was ich finden kann, um die Schwierigkeiten der Übermittelung einer Botschaft auszudrücken, ist, daß ich hinter einer Milchglasscheibe stehe, die die Sicht undeutlich macht und den Schall dämpft, und mit schwacher Stimme einer widerwilligen und etwas stupiden Sekretärin diktiere.

Ein Gefühl schrecklicher Unfähigkeit belastet mich. Ich bin so machtlos, (das) zu sagen, was soviel bedeutet. Ich kann mit denjenigen, die mich verstehen und mir glauben würden, nicht in Verbindung kommen.'

Es ist klar, daß ein 'Jenseitstelefon', also eine rein 'transtechnische' Umsetzung der Gedanken und Vorstellungen jenseitiger Kommunikatoren, diese Gefahren und die unbeabsichtigte Einschleusung assoziativer Elemente aus den Gedächtnisspeichern des Mediums vermeiden würde.

Bisher gibt es keine eindeutigen Hinweise auf solche Verfahren, es scheint eher, als ob das mediale Feld des Experimentators den 'psychokinetischen' Übergang der Information in die Geräte vermittelt. Eventuell kann die derzeitige instrumentelle Transkommunikation als vorübergehende Anpassung an unsere technische Epoche verstanden werden.

Gestern gehört, und auch in mir die Stimme,
endlich:
die größte Lüge nach dem Fall,
die Grenze zwischen Himmel und Erde,
gefallen.
Es gab eine Meldung quer durch alle Agenturen:
Die Toten sind gestern Null Uhr
 
durchgebrochen.

D. Schlesak: 'Aufbäumen'

  zum Seitenanfang 


Sie befinden sich auf der Website: 

Hier geht es zur Homepage!